Das Internet als Shoppingwelt
Bis vor wenigen Jahren war das Internet eigentlich nur eine Institution, die bei Personen gehobener Berufsgruppen eine Rolle spielte und zu dem nur die wenigsten Privatpersonen einen Zugang hatten. Dies hat sich jedoch im Laufe der Zeit rasant ins Gegenteil verkehrt und so ist heute kaum noch ein Haushalt zu finden, bei dem nicht das Internet genutzt wird.
Die Hintergründe dieser Entwicklung liegen klar auf der Hand, denn die Vielseitigkeit des Internets erlaubt mittlerweile mit dem World Wide Web in den verschiedensten Bereichen tätig zu sein. Und auch als Marketingkomponente hat man seine Bedeutung inzwischen erkannt und somit ist das Internet zu einem wahren Einkaufsparadies geworden.
Auch dies ist nicht wirklich verwunderlich, denn im Internet kann man im Hinblick auf den Einkauf von verschiedenen Vorteilen profitieren. So ist es möglich, für ein bestimmtes Produkt die Preise zu vergleichen und zwar ganz ohne den zeitlichen Aufwand das Haus verlassen und durch verschiedene Geschäfte ziehen zu müssen. Oftmals findet man zu den Produkten auch umfangreiche Informationen, so dass in vielen Bereichen sogar die persönliche Beratung überflüssig wird.
Und was man alles über das Internet kaufen kann, darüber lässt sich nur staunen: Von Medikamenten über Autos bis hin zu Kleidern und sogar Fachgeschäfte für Trachten, Sanitärbedarf oder Heizmittel ist im Internet alles vertreten, was man zumeist in der näheren Umgebung nicht hätte finden können. Und dies zu teilweise unschlagbaren Preisen. Doch woher kommen diese günstigen Angebote? Diese Frage ist recht einfach zu beantworten, denn während ein niedergelassenes Geschäft Verkaufs- wie auch Lager- und Büroräume vorhalten muss, benötigt ein Internetanbieter lediglich eine Lagerhalle zur Aufbewahrung seiner Produkte, sowie einen Computer zur Bestellabwicklung. Dies spart natürlich einerseits Mietkosten und andererseits die Personalausgaben für professionelle Verkäufer. Diese Ersparnisse können auf die Kundenpreise umgelegt werden, die aus diesen Gründen selbst die besten Angebote niedergelassener Geschäfte unterbieten. Und der Erfolg gibt ihnen recht. In manchen Branchen hat das Internet den Ladenverkauf vollkommen verdrängt, da die Inhaber dieser Geschäfte mit dem Internet nicht konkurrieren konnten und zumeist auf den ausschließlichen Onlinevertrieb umgestiegen sind.
Nun darf man jedoch keinesfalls zu der Auffassung gelangen, dass das Internet in vielen Bereichen den Ladenverkauf vollkommen ersetzen wird, vielmehr sollte man es als eine Ergänzung des bisherigen Angebots sehen. Denn die meisten Verkäufer aller Branchen haben diesen neuen Markt erkannt und sich darauf eingestellt und somit ist es mittlerweile Realität, dass fast alle Unternehmen mit einer Internetpräsenz aufwarten, zum Teil um sich selbst als Betrieb darzustellen, zum größten Teil jedoch, um einen Internetvertrieb anzubieten. Quelle, Neckermann, Otto und die ganzen anderen Versandriesen zum Beispiel ermöglichen ihren Kunden inzwischen die Versandware via Internet zu bestellen, was einerseits problemloser in der Abwicklung ist, andererseits allerdings für den Kunden auch den Vorteil bietet, dass im Internet wesentlich mehr Ware präsentiert werden kann, als dies in der Katalogausgabe jemals möglich war.
Obwohl sich das Internet als Shoppingmeile mittlerweile durchsetzen konnte, gibt es noch immer Kritiker, die gewisse Nachteile in dieser Entwicklung sehen und in den meisten Fällen beziehen diese sich auf die Seriosität. Und vollkommen Unrecht haben sie nicht. Überall dort, wo ein neuer Markt boomt, ist auch der Platz für die sogenannten schwarzen Schafe, die versuchen mit Betrügereien, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und eine wirkliche Kontrollinstanz kann es in den Weiten des Word Wide Web nicht geben. Deshalb kann man tatsächlich nur anraten, bei Bestellungen im Internet äußerste Vorsicht walten zu lassen. Vorauskasse bei Unternehmen, die man weder vom Namen her kennt, noch aus Erfahrungsberichten ersehen kann ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt oder nicht, ist absolut nicht akzeptabel und wenn, dann nur per Lastschriftverfahren, bei dem man sein Geld gegebenenfalls wieder zurück buchen kann.
